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Philips Avent SCD733 oder Motorola VM55: Welches Babyphone passt?

Das eine Gerät überträgt nur Ton, das andere zusätzlich ein Bild. Beide melden die Raumtemperatur, beide erlauben es, ins Kinderzimmer zurückzusprechen, und beide senden erst, wenn im Zimmer etwas zu hören ist. Getrennt werden sie an der Frage, ob ein Bildschirm im Elternschlafzimmer beruhigt oder stört.

Wer die Klasse noch grundsätzlich sortiert, findet die Übersicht bei den Babyphones. Hier stehen das Philips Avent SCD733 und das Motorola Nursery VM55 mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Entscheidung fällt daran, ob nachts hingesehen oder nur hingehört werden soll.
  • Das Philips Avent SCD733, wenn Ton genügtDECT-Verbindung ohne Internet, Gegensprechfunktion, fünf Geräuschpegelanzeigen für den stummen Betrieb, Sternenhimmel und fünf Schlaflieder, dazu eine Elterneinheit, die nicht jede Nacht ans Kabel muss
  • Das Motorola Nursery VM55, wenn ein Bild gewünscht ist5-Zoll-Farbdisplay, schwenk-, neig- und zoombare Kamera, Nachtsicht über acht Infrarot-Leuchtdioden und eine Kamera mit eigenem Akku, die frei im Raum stehen kann
  • Beide zeigen die Raumtemperatur, beide sprechen zurück und beide senden im Sparbetrieb erst bei Geräusch

Die zwei Kandidaten

Philips Avent SCD733

Ton, DECT, lange Laufzeit

Das Unaufgeregte
Philips Avent SCD733 Audio-Babyphone mit DECT und Sternenhimmel
Philips Avent SCD733 Audio-Babyphone mit DECT und SternenhimmelDECT-Verbindung ohne Internet, Gegensprechfunktion, Temperatursensor, Sternenhimmel-Projektion, fünf Schlaflieder und eine Elterneinheit, die viele Nächte ohne Ladekabel übersteht.

Motorola Nursery VM55

Bild, Zoom, Nachtsicht

Das mit Bild
Motorola Nursery VM55 Video-Babyphone mit 5-Zoll-Display
Motorola Nursery VM55 Video-Babyphone mit 5-Zoll-DisplayFünf Zoll Farbdisplay, Kamera zum Schwenken, Neigen und Zoomen, Nachtsicht über acht Infrarot-Leuchtdioden und ein eingebauter Akku, mit dem die Kamera ohne Steckdose steht.

Die Daten nebeneinander

MerkmalPhilips Avent SCD733Motorola Nursery VM55
ÜbertragungTonTon und Bild
VerbindungDECT, ohne Internetkeine Angabe
DisplayGeräuschpegel in fünf Stufen5 Zoll in Farbe
Kamera beweglichkeine Angabeschwenken, neigen, zoomen
Nachtsichtkeine Angabeacht Infrarot-Leuchtdioden, automatisch
Gegensprechfunktionjaja
Raumtemperaturja, mit Meldung bei Änderungja, Anzeige auf dem Display
SparbetriebEco-ModusEco-Modus, sendet nur bei Geräusch
EinschlafhilfeSternenhimmel und fünf Schlafliederkeine Angabe
Laufzeit der Elterneinheit18 bis 24 Stunden je nach Angabekeine Angabe
Akku in der Kindereinheitkeine Angabeja, Kamera steht frei im Raum
Reichweite im FreienHerstellerangabe maximale Reichweite300 m bei freier Sicht
Reichweite im Gebäudekeine Angabebis 50 m
Warnung bei Verbindungsverlustja, dazu Warnung bei schwachem Akkukeine Angabe
Garantiekeine Angabe2 Jahre
Gewicht laut Handelrund 530 grund 590 g

Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Modellen. Die Datenblätter sind unterschiedlich ausführlich: Motorola nennt für diese Ausführung weder das Funkverfahren noch die Laufzeit der Elterneinheit, Philips macht keine Angabe zur Reichweite in Metern und zur Garantiedauer; diese Zeilen bleiben offen. Dass eine Eigenschaft nicht aufgeführt ist, heißt nicht, dass sie fehlt. Philips gibt die Laufzeit an zwei Stellen unterschiedlich an, im Produktnamen mit achtzehn und in der Merkmalsliste mit bis zu vierundzwanzig Stunden; beide Werte stehen deshalb nebeneinander in der Tabelle. Die Gewichte sind gerundete Handelsangaben einschließlich Verpackung und Zubehör und taugen zum Größenvergleich, nicht als Gewicht der Elterneinheit in der Hand. Die weiter unten gerechneten Werte zu Reichweite, Sendezeit und Bildgröße beruhen auf diesen Angaben und auf üblichen Annahmen zu Wohnungen, sie sind Größenordnungen. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Was 300 Meter Reichweite in einer Wohnung bedeuten

Die Rechnung mit den Wänden

Dreihundert Meter gelten bei freier Sicht, im Gebäude nennt derselbe Hersteller bis zu fünfzig. Das ist ein Sechstel, und schon dieser Wert setzt eine offene Raumflucht voraus.

Eine Wohnung mit hundert Quadratmetern hat eine Diagonale von rund fünfzehn Metern. Zwischen Kinderzimmer und Küche stehen typisch zwei bis drei Wände, jede kostet Signal, eine Betondecke deutlich mehr als eine Leichtbauwand.

Kritisch wird es nicht in der Wohnung, sondern auf dem Balkon hinter einer Außenwand, im Keller oder im Garten hinter dem Haus. Genau dort brechen Verbindungen ab.

Praktisch heißt das: Die Meterzahl auf der Packung taugt zum Vergleich zweier Geräte, nicht zur Planung. Wichtiger ist, dass das Gerät den Verbindungsabbruch meldet, statt still zu schweigen.

Wie viel der Sparbetrieb wirklich spart

Die Rechnung mit der Sendezeit

Eine Nacht dauert zehn Stunden, also sechshundert Minuten. Ein ruhig schlafendes Kind gibt in dieser Zeit vielleicht zwanzigmal für eine Minute einen Laut von sich.

Im Sparbetrieb sendet das Gerät damit rund zwanzig statt sechshundert Minuten, also gut drei Prozent der Nacht. Das schont den Akku und hält die Funkbelastung im Kinderzimmer niedrig.

Der Preis dafür ist eine kurze Verzögerung, bis die Verbindung wieder steht. Wer jedes Rascheln hören will, schaltet den Sparbetrieb ab und lädt dafür häufiger.

Praktisch heißt das: Der Sparbetrieb ist der Regelfall, nicht die Ausnahme. In den ersten Wochen mit einem Neugeborenen lohnt es sich trotzdem, ihn zunächst auszuschalten und sich an die Geräusche zu gewöhnen.

Wie groß ein Kind auf fünf Zoll erscheint

Die Rechnung mit der Bildgröße

Ein Bildschirm mit fünf Zoll Diagonale ist rund elf Zentimeter breit und sechs hoch. Steht die Kamera zwei Meter vom Bett entfernt, erfasst sie einen Ausschnitt von etwa zwei Metern Breite.

Ein Säugling von sechzig Zentimetern Länge nimmt darin knapp ein Drittel der Bildbreite ein, also gut drei Zentimeter auf dem Display. Das reicht, um zu sehen, ob das Kind liegt oder steht, nicht, um die Augen zu erkennen.

Genau dafür ist die Zoomfunktion da, und dafür muss die Kamera schwenkbar sein: Ein festes Objektiv zwingt dazu, die Kamera bei jedem Umbau des Zimmers neu auszurichten.

Praktisch heißt das: Die Kamera gehört näher an das Bett, als es die Reichweite nahelegt, aber immer außerhalb der Reichweite kleiner Hände. Anderthalb bis zwei Meter Abstand mit Blick von schräg oben sind ein guter Ausgangspunkt.

Wenn ein Blick beruhigt
Motorola Nursery VM55 Video-Babyphone mit 5-Zoll-Display
Motorola Nursery VM55 Video-Babyphone mit 5-Zoll-DisplayFünf Zoll Farbdisplay, Kamera zum Schwenken, Neigen und Zoomen, Nachtsicht über acht Infrarot-Leuchtdioden, Anzeige der Raumtemperatur und ein Akku in der Kamera, der sie ohne Steckdose aufstellbar macht.

Wofür welches Gerät reicht

Nach Einsatz entschieden
Neugeborenes im Nebenzimmer
Ton genügt, solange das Kind sich noch nicht aufrichtet.
Kind steht im Bett auf und klettert
Erst das Bild zeigt, ob es sitzt, steht oder am Gitter zieht.
Kein Bildschirm im Schlafzimmer erwünscht
Fünf Leuchten zeigen den Geräuschpegel auch bei stumm geschaltetem Gerät.
Einschlafhilfe soll das Gerät übernehmen
Sternenhimmel und fünf Schlaflieder sind eingebaut.
Kamera soll ohne Steckdose stehen
Die Kindereinheit hat einen eigenen Akku.
Keine Verbindung ins Internet gewünscht
DECT arbeitet als geschlossene Funkstrecke ohne App und ohne Konto.

Wie sich das Philips im Einzelnen schlägt, steht im Test des Philips Avent SCD733. Wer von vornherein ein Bild will, findet die Auswahl bei den Video-Babyphones, und für das dunkle Zimmer lohnt der Blick auf die Nachtlichter fürs Kinderzimmer.

Wo jedes von beiden gewinnt

Für das Philips spricht

  • DECT-Verbindung ohne Internet und ohne Konto
  • Achtzehn bis vierundzwanzig Stunden Laufzeit
  • Geräuschpegel in fünf Stufen, auch stumm ablesbar
  • Warnung bei Verbindungsverlust und schwachem Akku
  • Sternenhimmel und fünf Schlaflieder eingebaut

Für das Motorola spricht

  • Fünf Zoll Farbbild vom Kinderzimmer
  • Kamera schwenkt, neigt und zoomt per Fernbedienung
  • Nachtsicht schaltet sich selbst zu
  • Akku in der Kamera, freie Aufstellung
  • Zwei Jahre Garantie ausgewiesen

Die beiden Geräte lösen unterschiedliche Sorgen. Ton reicht in den ersten Monaten fast immer, weil ein Säugling sich meldet, bevor etwas passiert, und weil ein Display im Schlafzimmer den eigenen Schlaf eher stört als schützt. Sobald das Kind sich aufrichtet, im Bett steht oder aus dem Bett klettert, kippt das: Dann sagt ein Geräusch wenig, ein Blick alles. Wer sich zwischen beiden nicht entscheiden kann, sollte ehrlich abschätzen, wie oft nachts tatsächlich hingeschaut würde. Wer weiß, dass er auf jedes Rascheln hin nachsehen will, spart sich mit dem Bild einige Wege durch den Flur.

Wenn keines von beiden passt

Drei Wege daneben
Einfacher
Motorola Nursery VM75 Babyphone Video 5", Nachtsicht, Gegensprechfunktion
Wenn Bild gewünscht ist, aber schlichter ausgestattetMotorola Nursery VM75 Video-Babyphone mit 5-Zoll-Display und NachtsichtDieselbe Bauart mit Bild, Nachtsicht und Gegensprechfunktion in einer schlankeren Ausführung.
Motorola Nursery PIP1610 HD WiFi Video Babyphone mit 5" HD 720p Elterneinheit App – Ferngesteuertes Schwenken, Neigen und Zoomen – Zwei-Wege-Gespräch – Sicher und privat
Wenn auch von unterwegs geschaut werden sollMotorola Nursery PIP1610 HD WLAN-Video-Babyphone mit AppEin Gerät mit App-Anbindung, das das Bild über das heimische Netz nach draußen reicht.
Philips ‎AVENT Audio Babyphone DECT-Technologie, Eco-Mode, Gegensprechfunktion, Schlaf- und Nachtlieder, Temperatursensor, maximale Reichweite, weiß (Modell SCD713/26)
Wenn Ton reicht und die Projektion nicht gebraucht wirdPhilips Avent Audio-Babyphone mit DECT und GegensprechfunktionDie einfachere Ausführung derselben Reihe ohne Sternenhimmel.

Häufige Fragen zu Babyphones

Ist DECT oder WLAN die bessere Verbindung?

DECT ist eine geschlossene Funkstrecke zwischen zwei Geräten, es braucht kein Netzwerk, kein Konto und keine App, und es fällt nicht aus, wenn der Router neu startet. WLAN-Geräte erlauben dafür den Blick von unterwegs. Wer nur im Haus überwacht, fährt mit DECT einfacher und unabhängiger.

Wie weit weg sollte die Kamera vom Bett stehen?

Weit genug, dass Kabel und Gerät außer Reichweite sind, was mindestens einen Meter über dem Bett oder anderthalb Meter seitlich bedeutet. Kabel gehören straff verlegt und niemals über das Gitterbett geführt. Ein Blick von schräg oben zeigt mehr als einer von der Seite.

Stört die Funkstrahlung im Kinderzimmer?

Der Sparbetrieb sendet nur bei Geräusch und hält die Sendezeit in einer ruhigen Nacht bei wenigen Prozent. Wer trotzdem unsicher ist, stellt die Kindereinheit möglichst weit vom Bett entfernt auf, denn die Leistung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Zwei Meter statt einem senken die Belastung bereits auf ein Viertel.

Wie lange braucht man ein Babyphone überhaupt?

Meist von der ersten Nacht im eigenen Zimmer bis etwa zum dritten Geburtstag, danach ruft das Kind selbst. In dieser Zeit ändert sich der Bedarf: Anfangs zählt der Ton, später eher der Blick auf ein Kind, das nicht mehr im Bett bleibt. Wer früh kauft, sollte das mitdenken.

Was tun, wenn das Gerät nachts Fehlalarme gibt?

Meist ist die Empfindlichkeit zu hoch eingestellt, sodass die Heizung oder der Straßenlärm auslöst. Sie lässt sich in Stufen absenken, bis nur noch die Stimme des Kindes durchkommt. Hilft das nicht, steht die Kindereinheit zu nah an einem Fenster oder an einem Heizkörper.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,4/10Der ruhige Standard

Philips Avent SCD733 Audio-Babyphone mit DECT und Sternenhimmel

Für die ersten anderthalb Jahre ist das SCD733 die unaufgeregtere Wahl, weil eine DECT-Strecke ohne Internet, ohne Konto und ohne App auskommt, achtzehn bis vierundzwanzig Stunden Laufzeit nächtliches Nachladen erübrigen, fünf Leuchtstufen den Geräuschpegel auch bei stummem Gerät zeigen und Sternenhimmel samt Schlafliedern im Zimmer bleiben, statt Eltern aus dem Bett zu holen. Das Motorola Nursery VM55 ist die richtige Wahl, sobald das Kind steht und klettert: Fünf Zoll Farbbild, eine schwenkbare und zoombare Kamera, automatisch zugeschaltete Nachtsicht und ein Akku in der Kindereinheit beantworten die Frage, was gerade passiert, ohne den Flur zu durchqueren. Beide gehören mit gestrafftem Kabel weit außerhalb der Reichweite des Bettes montiert.
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